Praktische Übungen

Erregungsmuster entstehen in der Kindheit

Viele Menschen, die zu mir kommen, sind sich ihrer sexuellen Erregungsmodi nicht wirklich bewusst. Sie haben manchmal eine sehr eingeschränkte Vorstellung davon, wie sie erregt werden können. Kein Wunder, denn unsere Körperlandkarte (=sensomotorischer Cortex) entsteht durch Berührungen in der Kindheit und die kann daher sehr unterschiedlich sein. Je nachdem, wie wir angefasst wurden und welche sinnlichen Erfahrungen wir machen durften, entwickeln sich unserer Wahrnehmungs- und Erregungsmuster.

Häufig ist es so, dass Frauen in der Kindheit wenig sensomotorische Selbsterfahrung mit ihrer Vagina machen konnten. Das könnte der Grund dafür sein, dass viele Frauen die ausschließlich vaginale Penetration wenig erregend finden. Je nachdem, welche Erregungsgewohnheiten jemand hat, danach gestaltet sich auch dessen Sexualität.

Körper- und Wahrnehmungsübungen

Wir verfügen alle über sensorische und emotionale Erregungsquellen, sexuelle Schwierigkeiten entstehen zumeist aufgrund von Grenzen in sexuellen Lernprozessen. Wir gehen in der Therapie daher der Frage nach, wie Sie ihre persönlichen Gewohnheiten erweitern können. Egal ob in der Einzeltherapie oder als Paar, Sie erkennen ihre individuellen Erregungsmodi und erarbeiten, wie Sie diese durch Körper- und Wahrnehmungsübungen bereichern und intensivieren können. So kann sich Ihre vaginale Rezeptivität verbessern und auch Männer lernen ihre Stimulationsmodi zu modulieren und damit z.B. vorzeitigen Samenerguss vorzubeugen.

Manche Übungen werden direkt in der Praxis bei mir durchgeführt (z.B. Atemübungen, Achtsamkeitsübungen), andere können Sie entweder alleine für sich oder als Paar gemeinsam zu Hause vertiefen. Es geht dabei immer um das Zulassen von neuen Erfahrungen, es geht um ein neugieriges und gleichzeitig achtsames Wahrnehmen der eigenen Bedürfnisse und das Entdecken von neuen Seiten, die bis dato vielleicht nur unbewusst existieren durften.

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